Eine Zukunft in Jordanien. So leistet WFP mit deutscher Unterstützung Hilfe

Amman, Mai 2017 - Knapp 5 Millionen Syrer haben in den Nachbarländern Zuflucht gefunden.

  • Ist es im 7. Jahr der Krise möglich, den Menschen dort eine Perspektive zu geben?
  • Und wie kann man dabei auch die Aufnahmeländer unterstützen?

Mit diesen Fragen kam eine Gruppe deutscher Journalisten nach Jordanien. Sie fand Antworten in einer innovativen Ernährungshilfe, die insbesondere die Bundesrepublik fördert.

Gemeinsam mit WFP und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Internationalen Organisationen in Rom, reiste die 5-köpfige Gruppe für drei Tage in den Wüstenstaat, der mehr als 650.000 vertriebene Syrer aufgenommen hat.

Mittlerweile ist fast jeder 10. Einwohner Jordaniens ein Flüchtling. Etwa 80.000 von ihnen leben in Zaatari, dem größten Flüchtlingscamp des Landes.

Dort unterstützt WFP die Familien mit innovativen Hilfsprogrammen, die ihre Eigenständigkeit fördern, Arbeitsplätze schaffen und den Alltag im Camp erleichtern.

  • "Die Reise nach Jordanien hat mir wieder gezeigt: Nach über sechs Jahren des Konflikts ist die Hilfe zur Selbsthilfe wichtiger denn je", 

sagt Ralf Südhoff, WFP-Direktor in Deutschland und Östereich, der die Reisegruppe begleitete. 

  • "Arbeitsmöglichkeiten und Perspektiven sowohl für die Flüchtlinge als auch für die aufnehmenden Gemeinden spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit und Zukunft der Menschen in der Region. Und Deutschland leistet dafür einen entschiedenen und zukunftsweisenden Beitrag."

2016 unterstützte die deutsche Bundesregierung die WFP-Syrienhilfe allein in den Nachbarländern mit rund 312 Millionen Euro und war damit der größte Geber des Programms.

Mehr Informationen zu den einzelnen WFP Unterstützungsmaßnahmen finden Sie

hier

Hintergrundinformationen

Das UN World Food Programme (WFP) und Deutschland verbindet eine enge, langjährige Partnerschaft.

Die deutsche Bundesregierung unterstützt WFP nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner im Exekutivrat der UN-Organisation.

Deutschland ist einer der größten Unterstützer des „dualen Mandats“ von WFP: Seit vielen Jahren ist die Bundesregierung ein zentraler Partner von WFP, wenn es nach Katastrophen gilt, Millionen von Menschenleben zu retten.

Deutschland packt gleichzeitig auch an der Wurzel an und fördert langfristige Entwicklungsprogramme in den Bereichen Nutrition und Resilienz.

Für die Zusammenarbeit mit WFP sind verschiedene Bundesministerien im Auftrag der Regierung zuständig.

  • Federführend zuständig für WFP ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Das BMZ unterstützt vor allem solche Programme, die Betroffenen in Krisensituationen wie Erdbeben, Dürren oder Fluten beim Wiederaufbau helfen, und stellt zudem jährlich einen sogenannten „Grundbeitrag“ in Höhe von rund 23 Millionen Euro zur Verfügung.

Diese Mittel kommen WFP-Programmen zugute, die auf langfristige Entwicklung abzielen und können flexibel dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötig werden.

  • Ein ebenso wichtiger Ansprechpartner ist das Auswärtige Amt (AA). 

Das Referat „Humanitäre Hilfe“ unterstützt Programme zur Nothilfe in Krisen- und Konfliktsituationen und nach Naturkatastrophen sowie die Logistik-Operationen des WFP, insbesondere den UN Humanitarian Air Service (UNHAS).

05/2017: Eine Zukunft in Jordanien

Eingang zum WFP Rom