Welternährungsprogramm - WFP
Deutschland und das WFP
Das Welternährungsprogramm ist das Nahrungsmittelhilfe-Programm der Vereinten Nationen (VN). Es konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Aufgaben:
- Nahrungsmittelnothilfe für Flüchtlinge und Opfer von Krisen und Katastrophen („Emergency and Protracted Relief and Recovery Operations“)
- Nahrungsmittelhilfe zur Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Entwicklungsländern (Entwicklungshilfeprogramme).
Das WFP wurde 1961 durch gemeinsamen Beschluß von VN-Generalversammlung und FAO-Konferenz gegründet und nahm seine Aktivitäten 1963 auf. Bei der Verhinderung großer Hungersnöte, der Überlebenssicherung für Opfer von bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen sowie bei der weltweiten Bekämpfung des Hungers spielt die Nahrungsmittelhilfe eine herausragende Rolle. Das WFP zeichnet sich durch besonders schnelle und professionelle Beschaffung, Lieferung und Verteilung großer Mengen von Nahrungsmitteln auch unter schwersten Bedingungen aus. Zusätzlich nimmt WFP in vielen Fällen Koordinationsaufgaben im Bereich Logistik und in der Nahrungsmittelhilfe wahr. Mit mehr als 4 Milliarden US-Dollar Gesamtzusagevolumen im Jahr 2009 ist WFP die größte humanitäre und Entwicklungshilfeorganisation der Welt und in der humanitären Hilfe/Nothilfe neben UNHCR die wichtigste VN-Organisation.
Das WFP wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge der Mitglieder finanziert.
Den deutschen Anteil an den EU-Beiträgen für das WFP eingeschlossen, betrug die deutsche Gesamtbeitragssumme im Jahr 2009 ca. 132 Mio. US-Dollar. Damit war Deutschland der sechstgrößte Geber.
Kontrollorgan des WFP ist der Exekutivrat, dem 36 Mitgliedstaaten angehören (jeweils zur Hälfte vom FAO-Rat und der VN-Generalversammlung gewählt). Ausführendes Organ ist das WFP-Sekretariat, geleitet vom Exekutivdirektor, seit April 2007 von der US-Amerikanerin Josette Sheeran. Der Exekutivrat tagt dreimal im Jahr (zwei reguläre Sitzungen und eine Jahressitzung). Deutschland ist Mitglied im Exekutivrat.
Zurzeit (Dezember 2009) sind 75 deutsche Mitarbeiter beim WFP (Zentrale und Feldeinsatz) beschäftigt.
Angesichts der anhaltenden Dürre in der Sahelzone haben Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel gemeinsam entschieden, weitere 15 Millionen Euro für die betroffenen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit den zusätzlichen Mitteln werden Vorhaben der Nahrungsmittelhilfe (3 Millionen Euro), der Humanitären Hilfe für Flüchtlinge und Binnenvertriebene (2,5 Millionen Euro) sowie der entwicklungsorientierten Übergangshilfe (9,5 Millionen Euro) gefördert.
Bundesregierung erhöht Unterstützung für Sahelzone um 15 Millionen Euro
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterzeichnete mit dem Welternährungsprogramm (WFP) eine Projektvereinbarung für Programme in den Ländern Syrien und dem Jemen.
Weitere Zuwendungen für Syrien und den Jemen
Das Auswärtige Amt wird kurzfristig eine Erkundungsmission zur Überprüfung von Hilfsmaßnahmen und Präzisierung des weitergehenden Bedarfs in die Region entsenden. Neben der Notwendigkeit weiterer Hilfszusagen sollen dabei auch die Eigenanstrengungen der nationalen Behörden sowie die internationale Koordinierung überprüft werden.
Sahelzone: Bundesregierung schickt Erkundungsmission
Die EU stellt dem Welternährungsprogramm (WFP) 30 Mio. Euro an Soforthilfe für die Sahelzone zur Verfügung.
Sie erhöhte so die Mittel auf fast 275 Mio. Euro, die den ca. 8 Mio. dort lebenden Menschen im Niger, Tschad, Mali, Senegal, Burkina Faso, Mauretanien und Kamerun in Form von Nahrungsmittelhilfe zukommen sollen. Fast ein Drittel dieser Mittel stammen dabei aus deutschen Steuermitteln.
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Finanzielle Mittel in Höhe von 12 Mio. Euro stellt das Auswärtige Amt zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Verfügung, um in der Sahel-Zone den von Hunger und Dürrekrise Betroffenen Unterstützung zu leisten.
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Auch im Jahr 2012 stellt die deutsche Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) über verschiedene Projekte wieder Mittel für bedürftige Krisenregionen zur Verfügung.
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Mit mehr als 135 Millionen Euro hat Deutschland im Jahr 2011 über 35 weltweite Aktionen des Welternährungsprorammes (WFP) unterstützt.
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