Ernährungssicherung braucht stabile und funktionsfähige Agrarmärkte

Angesichts der aktuellen Diskussionen zu Agrarmarktspekulationen erklärt der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel:
"Während kontinuierlich steigende Agrarpreise wichtig sind, um die Landwirtschaft in unseren Partnerländern zu entwickeln, treffen exzessiv schwankende Preise gerade diejenigen am stärksten, die besonders arm sind. Gleichzeitig müssen wir uns aber bewusst sein, dass fast eine Milliarde Menschen nicht wegen schwankender Preisen, sondern aufgrund von strukturellen Defiziten hungern. Deshalb bleibt zentral, die Landwirtschaft als Entwicklungsmotor zu fördern - daher haben wir unsere Mittel zur Ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung seit Regierungsübernahme fast verdoppelt." Fast 11% des BMZ-Haushalts fließen in die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung Bild vergrößern Fast 11% des BMZ-Haushalts fließen in die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung (© Colourbox)
Das BMZ unterstützt aktiv die Umsetzung des G20-Aktionsplans zur Bekämpfung der exzessiven Preisvolatilität auf den Agrarmärkten. Hierzu zählt ein umfassendes Maßnahmenbündel, das die Verbesserung der Markttransparenz, Produktionssteigerung, den Aufbau von Notfallreserven und die Stärkung von Instrumenten des Risikomanagements einschließt.
Mit 700 Millionen Euro pro Jahr fließen fast elf Prozent des BMZ-Haushalts in die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung. Im Oktober 2011 hatte Niebel eine Task Force "Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung" ins Leben gerufen, mit dem im Januar 2012 veröffentlichten Zehn-Punkte-Programm legte das BMZ einen klaren Fahrplan vor.

Das Zehn-Punkte-Programm des BMZ finden Sie hier