Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen - FAO

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist die mit ca. 3700 Mitarbeitern weltweit größte und älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

Sie wurde am 16.10.1945 in Quebec, Kanada, gegründet. Seit 1951 hat sie ihren Sitz in Rom. Derzeit sind 193 Staaten und die Europäische Gemeinschaft (EU) Mitglieder der FAO.

Ziel der Organisation ist es, den Hunger weltweit zu bekämpfen und einen höheren Lebensstandard vor allem in ländlichen Gebieten, wo die Not häufig am größten ist, zu erreichen. Dabei stellt sie Informationen zur Verfügung und bietet ein Forum zum Austausch von Wissen.

Der reguläre Haushalt wird aus Beiträgen der Mitgliedsstaaten finanziert. Davon sind etwa 50% Pflichtbeiträge der Mitgliedsländer nach der VN-Beitragsskala. Nach den USA und Japan ist Deutschland drittgrößter Beitragszahler mit rund 40 Mio. Euro.

Generaldirektor der FAO ist seit dem 1.Januar 2012 der Brasilianer José Graziano da Silva. Er löste Jacques Diouf aus dem Senegal ab, der die FAO 17 Jahre lang geleitet hatte.

Institutioneller Aufbau

  • Konferenz: 194 Mitglieder, billigt den Haushalt und trifft Grundsatzentscheidungen, tagt alle zwei Jahre, nächste Sitzung Juni 2013)
  • Rat (49 Mitglieder, Vorsitzender zurzeit Luc Guyau (FRA), nächste Sitzung Juni 2012)
  • beratende Ausschüsse des Rates mit begrenzter Mitgliedschaft ad personam , z. B. Programm-, Finanz- und Rechtsausschuss
  • technische Ausschüsse des Rates mit unbegrenzter Mitgliedschaft (alle Mitgliedsstaaten sind automatisch Mitglied), z. B. zu Fischerei, Forstwirtschaft
  • Welternährungsausschuss (Forum von FAO, WFP, IFAD mit den Mitgliedsstaaten, Vertretern der CSO (Civil Society Organizations), der Wirtschaft und der Wissenschaft)
  • 5 Regional-, 5 Verbindungs- und 78 Länderbüros

Ziele der FAO

Ziel der FAO ist es u.a. weltweit zu einem höheren Lebensstandard, zur gesünderen Ernährung und zur Überwindung von Hunger und Unterernährung beizutragen

Deutschland und die FAO

Die FAO war die erste VN-Sonderorganisation, der die Bundesrepublik Deutschland beitrat, im Jahr 1950.

Der Deutsche Saal in der FAO

Im Hauptsitz der FAO in Rom befinden sich viele Konferenzsäle, die von Mitgliedstaaten gestiftet wurden und nach ihnen benannt sind. Seit 1966 gibt es auch einen „German Room“...

Herausforderung Ernährungssicherheit für eine wachsende Weltbevölkerung: ein zentrales Thema des „Rio + 20“-Gipfels im Juni 2012.

Nachhaltige Entwicklung: Wie wir in Zukunft leben wollen

In der aktuellen Ausgabe 1/2012 blickt „DE Magazin Deutschland“ auf den Erdgipfel der Vereinten Nationen vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro und befasst sich mit den zentralen Themen der internationalen Konferenz für nachhaltige Entwicklung. Der „DE“-Schwerpunkt analysiert die Weichenstellungen des „Rio + 20“-Gipfels und behandelt die wichtigsten Fragen der Rio-Roadmap für das 21. Jahrhundert:

Bonn wird Sitz des "Weltbiodiversitätsrats" IPBES

Das Sekretariat des internationalen Beratungsgremiums zur Biologischen Vielfalt (IPBES - Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) - der künftige Weltbiodiversitätsrat - wird in Bonn angesiedelt. Diese Entscheidung trafen am späten Abend des 19.4. in Panama-Stadt die Vertreter aus fast 100 Staaten im Rahmen der zweiten IPBES- Plenumssitzung

Berufssaussichten bei Internationalen Organisationen

Für deutsche Interessenten gibt es verschiedene Möglichkeiten im Zusammenhang mit den Internationalen Organisationen tätig zu werden:

  • entweder direkt bei den Internationalen Organisationen
  • oder als Beigeordnete Sachverständige, den sogenannten Associate Professional Officers (APO). Für das entsprechende Bewerbungverfahren ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuständig.