FAO-Generaldirektor zu Besuch in Deutschland

Der erste Besuch nach seinem Antritt Anfang dieses Jahres führte den neuen Generaldirektor der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Dr. José Graziano da Silva, am vergangenen Wochenende nach Berlin.

Am Rande der Grünen Woche und dem Internationalen Agrarministergipfel in Berlin traf Dr. Graziano da Silva Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Außerdem kam es zu Gesprächen mit der Staatssekretärin des Auswärtigen Amts Emily Haber, Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und Bundesminister Niebel vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bei seinen Terminen wurde er von Botschafter Bruns begleitet.

Bundesministerin Aigner sagte bei Ihrem Treffen mit dem Generaldirektor: „Wir brauchen eine globale Strategie zur Sicherung der Welternährung und müssen den Kampf gegen den Hunger noch entschlossener führen. Land und damit das Potential für ausreichend Nahrungsmittel ist für alle Menschen noch ausreichend vorhanden." „Langfristig lässt sich der Hunger nur mit einer regional angepassten Landwirtschaft und der sorgsamen Nutzung der knappen Ressourcen wirksam bekämpfen. Beides muss im Mittelpunkt der politischen Anstrengungen zur Sicherung der Welternährung stehen“. FAO-Generaldirektor Dr. José Graziano da Silva beim GFFA 2012 Bild vergrößern FAO-Generaldirektor Dr. José Graziano da Silva beim GFFA 2012 (© BMELV)

Graziano begrüßte das kontinuierliche Engagement Deutschlands: „Um den Hunger zu beseitigen, müssen wir unserer Soforthilfe eine langfristige entwicklungspolitische Dimension verleihen und nachhaltigere Ansätze in der Produktion und im Verbrauch von Nahrungsmitteln verfolgen. Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen der Industrie- und Entwicklungsländer, der Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft."

Auch im Gespräch mit Bundesminister Niebel wurde der gemeinsame Standpunkt und die Notwendigkeit betont, "die Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen nach Katastrophen mit langfristig wirksamen Vorsorgemaßnahmen besser zu verzahnen." Eine zukünftige engere Zusammenarbeit wurde vereinbart:

"Das gemeinsame Ziel der Staatengemeinschaft ist, bis 2015 den Hunger in der Welt zu halbieren. Dieses Ziel kann niemand alleine erreichen. Wichtig ist, dass die internationale Gemeinschaft an einem Strang zieht und ihre Kräfte bündelt. Daher habe ich dem neuen Generalsekretär der FAO meine Unterstützung zugesagt. Die Bekämpfung des Hungers ist unsere gemeinsame Priorität und eine ganz zentrale Zukunftsaufgabe."