Aufgaben des Auswärtigen Amt im Bereich der Humanitären Hilfe

Nach einer Ressortvereinbarung AA-BMZ im Jahr 2011 liegt die Zuständigkeit für den gesamten Bereich der Humanitären Hilfe nunmehr beim Auswärtigen Amt

Humanitäre Hilfe unterstützt bedarfsorientiert Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien, kriegerische Auseinandersetzungen oder innere Unruhen in akute Not geraten sind oder bei denen ein Risiko darauf besteht.

Die Bundesregierung leistet humanitäre Hilfe nicht direkt, sondern fördert geeignete Hilfsprojekte der humanitären Organisationen der Vereinten Nationen, deutscher Nichtregierungsorganisationen und der Organisationen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Zu den Maßnahmen der Humanitären Hilfe zählen:

  • die Soforthilfe

nach Naturkatastrophen oder plötzlich auftretenden politischen Konflikten, insbesondere Lebensrettung.

  • Nothilfe

in längerfristigen andauernden Krisenlagen, insbesondere sog. komplexen Krisen. Auch mittelfristige Nothilfe unterliegt den humanitären Prinzipien und ist nicht der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zuzuordnen.

  • Humanitäre Übergangshilfe ("rehabilitation", "early recovery")

Diese ist bedarfsorientiert und Fortführung bzw. Ergänzung geleisteter Sofort- und Nothilfe. Im Idealfall schließt sich Entwicklungsarbeit (EZ) an.

  • Humanitäre Katastrophenvorsorge ("preparedness") und Risikomanagement

auf Grundlage humanitärer Prinzipien im Kontext humanitärer Sofort-/Not- und Übergangshilfe. Die Folgen künftiger Krisen und Katastrophen sollen bereits im Vorfeld abgemildert werden.

  • Humanitäres Minen- und Kampfmittelräumen,

um die humanitären, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen von Minen und nicht explodierenden Kampfmittelrückständen zu lindern.

  • Maßnahmen zur Stärkung des internationalen Systems der Humanitären Hilfe

Alle Maßnahmen für Humanitäre Hilfe sind hauptsächlich kurz- bis mittelfristig orientiert.

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