Staatliche Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland

In Deutschland ist das Recht auf angemessene Ernährung in Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes enthalten.

  • An der Spitze der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) Deutschlands steht seit 1961 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das Ministerium ist zuständig für die Planung, Grundsätze, Programme und Koordinierung der gesamten bi- und multilateralen Entwicklungspolitk.

Die anderen Ministerien des Bundes haben teilweise eigene Projekte/Aufgaben, die manchmal in den Bereich der Entwicklungs-zusammenarbeit hineinwirken.

Instrumente der EZ

Als Instrumente der EZ sind Programme und finanzielle Fonds gemeint. 

Man unterscheidet:

  • Bilaterale Zusammenarbeit: Die Industrieländer stellen Hilfe in Form von

Finanzieller Zusammenarbeit (FZ): dem Entwicklungsland wird Kapital zu besonderen Konditionen zur Verfügung gestellt. Dies geschieht meist über günstige Kredite.

Technischer Zusammenarbeit (TZ): Technologie sowie organisatorische als auch wirtschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten wird an Entwicklungsländer vermittelt.

Personeller Zusammenarbeit (PZ): umfasst die Ausbildung von Fach- und Führungskräften und die Förderung ihrer beruflichen Eingliederung.

  • Multilaterale Zusammenarbeit: die Hilfsmittel stammen von einer Gruppe von Geberländern oder internationalen Organisationen der Vereinten Nationen.

Die Sicherung der Ernährung für eine rasant wachsende Weltbevölkerung ist eine globale Herausforderung. Seit der Agrarpreiskrise 2008 befassen sich die Staats- und Regierungschefs regelmäßig mit dieser Frage im Rahmen der VN sowie der G8 und G20.

Es ist in der Vergangenheit gelungen, den Projektaktivitäten Deutschlands eine öffentliche Aufmerksamkeit zu geben; die internationalen Organisationen haben erfolgreiche Projektkonzepte aufgegriffen und in die Breite geführt.